Unsere Zielgruppen stehen im Mittelpunkt: Besonders mit Blick auf die Vielfalt im Stadtbezirk wollen wir auch Menschen mit Migrationsbiografie – ebenso ihre Vereine, Initiativen und Communities – ansprechen und dafür gewinnen, sich aktiv und selbstbestimmt an unseren Aktivitäten zu beteiligen
Wie wichtig dieses Thema nach wie vor ist, wurde uns auch bei unserem Zeitzeugengespräch Anfang Mai deutlich. Vier Teilnehmende mit Wurzeln in Afghanistan, Nigeria, Peru und in der uigurischen Gemeinschaft berichteten nicht nur über die Bedeutung ihrer Herkunftsländer und -regionen für das Leben in München bzw. Deutschland. Anhand ihrer persönlichen Biografien und Erfahrungen vermittelten sie zahlreiche Eindrücke und konkrete Beispiele aus ihrem Alltag, die klar zeigten, worauf es ankommt.

Besonders entscheidend sind regelmäßige Begegnungen und ein offener Austausch – auch in der Frage, wie Kommunikation und Information gestaltet werden. Es ist wichtig, Probleme nicht ausschließlich über E-Mails oder offizielle Schreiben anzugehen, sondern auch kurzfristig durch direkte Rückfragen oder persönliche Erläuterungen zu klären. Was selbstverständlich klingt, ist leider nicht immer gelebte Praxis und führt dann zu unnötiger Distanz.
Die Erfahrungen zeigen außerdem: Gemeinsame Themen, etwa aus der Nachbarschaft, fördern den Dialog und helfen ebenso bei der Lösung von Problemen wie gemeinsame Aktivitäten oder Veranstaltungen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Vorbehalte, Unwissen, Diskriminierung und Rassismus in vielen Formen nach wie vor präsent sind. Hier gilt es, über konkrete Vorgehensweisen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam daran zu arbeiten, diese Haltungen abzubauen. Appelle, Plakate oder Flyer allein reichen dafür nicht aus. Entscheidend sind gemeinsames Handeln, klare Absprachen und ein gezieltes, respektvolles Vorgehen, das nicht abschreckt, sondern einlädt.
Zeitzeugen wie unsere vier Gesprächspartner spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie engagieren sich in Vereinen, Communities und oft weit darüber hinaus – mit beeindruckenden Ergebnissen.
Nächster Termin ist der 13. Oktober 2025 diesmal mit Cumali Naz und Markus Rinderspacher. Ab 19 Uhr in der IUS.

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